Landeskirchliche Gemeinschaften
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LKG Viernau


Letzter Gemeinschaftsgottesdienst im Viernauer Gemeinschaftshaus

Fast 60 Jahre lang feierte die Landeskirchliche Gemeinschaft Viernau ihre Gottesdienste in ihrem Haus in der Ernst-Thälmann-Straße 56b. Jetzt hieß es Abschied nehmen! Zu einem würdigen Abschiedsgottesdienst kamen deshalb am Sonntag, 14. Februar 2016, Schwestern und Brüder aus Viernau und Steinbach-Hallenberg zusammen.

Gegründet wurde die Landeskirchliche Gemeinschaft mitten in den Kriegswirren am 27.01.1943. Viele Elbingeröder Schwestern taten in der LKG und im Ort einen wertvollen Dienst. Trotz der schweren Kriegsjahre und der mageren Nachkriegszeit entschlossen sich die Glaubensgeschwister 1953 zum Bau eines Gemeinschaftshauses - ein kühner Glaubensschritt in der damaligen Mangelwirtschaft und politisch repressiven Situation. 1956 war das Gebäude mit Wohnung und Saal einzugsbereit. Gemeinschaftsmitglied Hedwig Pfuhl hatte das Grundstück, auf dem bis dahin ein Stall stand, der Gemeinschaft überlassen und war maßgeblich am Bau beteiligt gewesen. Weil aus Kostengründen alles ein wenig kleiner als ursprünglich geplant ausfiel, gab es eine staatliche Abmahnung mit einer Geldbuße von 300 DM und 15 DM Bearbeitungsgebühr – laut Dokument.

Im Haus lebten nun die diensttuenden Diakonissen – anschließend 1971 bis 1987 Predigerehepaar Emma und Magnus Häßner im tätigen Ruhestand. Danach zog Familie Christel und Erwin Renkewitz ein und sorgte für die Gemeinschaft, das Haus und den großen Garten. Erwin Renkewitz – jetzt in einem Altenheim in Meiningen - konnte an diesem letzten Gottesdienst im Haus teilnehmen.

letzter Gottesdienst
Quelle: Rainer Usbeck 

Matthias Schubert dankte Erwin Renkewitz für seinen engagierten treuen Einsatz im Haus. Der Asbacher Posaunenchor begleitete den Gesang und umrahmte den Gottesdienst mit ansprechender Bläsermusik. 

Prediger Matthias Schubert dankte Pfarrerin Sauer für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Christa Usbeck aus Steinbach-Hallenberg dankte er, dass sie etwa 20 Jahre lang Woche für Woche Kinderstunden in Viernau gehalten hatte. Im Haus fanden sogar einige TGB-Kinderbibelfreizeiten statt.

Regelmäßige Bibelstunden bis Ende 2006 und bis zum Schluss fast wöchentliche Gemeinschaftsgottesdienste am Sonntagabend waren für eine kleine Gruppe von treuen Geschwistern Anlaufpunkt und Tankstelle für den Alltag. Sie werden künftig als „Außenort“ der LKG Steinbach-Hallenberg ihre weitere Anbindung haben und einmal monatlich in einer Wohnung in Viernau Gemeinschaftsgottesdienst feiern. Für das nach dem Auszug von Erwin Renkewitz unbewohnte Haus ist jetzt ein Käufer gefunden.

Für Begleitung in die Zeit ohne eigenes Haus wählte M. Schubert drei neutestamentliche Worte:

- Denkt also daran, dass ihr Gottes Tempel seid und dass Gottes Geist in euch wohnt! 1. Kor 3, 16

- Ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. 1. Petrus 2, 5

- Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Philipper 4, 7

Raum
Quelle: © medienREHvier.de / Anja Brunsmann

„Wir hoffen und erbitten, dass Gott sein Reich auch in Viernau weiter baut. IHM gehört der Dank für alles, was in diesem Haus fast 60 Jahre lang geworden ist.“

 Matthias Schubert

• © 04/2016 •